Teilnahme am XXI. Internationalen SODOHO-Kongress 2026

Die Kanzlei Johann Newton López & Asociados nimmt am XXI. Internationalen SODOHO-Kongress in Cap Cana teil

Die Kanzlei befasste sich mit den Auswirkungen des neuen dominikanischen Strafgesetzbuchs auf die Ausübung der Medizin sowie mit den neuen Herausforderungen im Bereich der strafrechtlichen Haftung für medizinische Fachkräfte und Gesundheitseinrichtungen.
 

Johann Newton López & Asociados nahm am XXI. Internationalen Kongress der Dominikanischen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie (SODOHO) teil, der vom 24. bis 27. September 2026 im Hyatt Cap Cana Convention Center in Cap Cana, Dominikanische Republik, stattfand.

Die Veranstaltung, die unter dem Motto “Gemeinschaft, die stärkt – Therapien, die verändern” stand, brachte nationale und internationale Fachleute zusammen, um sich über den neuesten Stand der Wissenschaft auszutauschen, Wissen zu teilen und die aktuellen Herausforderungen in der Hämatologie und Onkologie interdisziplinär zu analysieren.

In diesem Zusammenhang brachte die Teilnahme von Johann Newton López & Asociados durch den Vortrag “Auswirkungen des neuen Strafgesetzbuchs auf die Medizin des 21. Jahrhunderts” eine rechtliche Perspektive in die medizinische Diskussion ein. Im Mittelpunkt standen dabei die Auswirkungen, die die neue dominikanische Strafgesetzgebung für Ärzte, Angehörige der Gesundheitsberufe, Kliniken, Krankenhäuser und medizinische Vereinigungen mit sich bringt.

Das Recht angesichts einer immer komplexer werdenden Medizin

 

Der Wandel in der Medizin erfordert auch eine Weiterentwicklung des Verständnisses von rechtlicher Haftung.

Die Darlegung ging von einer grundlegenden Prämisse aus: Die rechtliche Haftung des Angehörigen eines Gesundheitsberufs ergibt sich nicht aus dem ungünstigen Ergebnis an sich, sondern aus einem möglichen Verstoß gegen die Sorgfalts-, Informations- und Handlungspflichten gemäß der „lex artis“, der unter Berücksichtigung der konkreten Umstände des jeweiligen Einzelfalls zu beurteilen ist.

Aus dieser Perspektive wurde die Notwendigkeit erörtert, zwischen einem unerwünschten medizinischen Ergebnis – das auch bei fachgerechter Vorgehensweise auftreten kann – und solchen Verhaltensweisen zu unterscheiden, bei denen ein konkreter Verstoß gegen die Sorgfaltspflicht nachgewiesen werden könnte.

Dieser Ansatz ist besonders relevant angesichts des Inkrafttretens eines Strafgesetzbuchs, das Bestimmungen einführt, die sich unmittelbar auf die Organisation und Erbringung von Gesundheitsdienstleistungen auswirken können.

Das neue Strafgesetzbuch und die Haftung medizinischer Einrichtungen

Einer der Schwerpunkte der Konferenz war die neue Regelung zur strafrechtlichen Verantwortlichkeit juristischer Personen, die in den Artikeln 8 bis 11 des dominikanischen Strafgesetzbuchs vorgesehen ist.

Die damit verbundenen Auswirkungen gehen über die individuelle Verantwortung des Arztes hinaus.

Kliniken, medizinische Einrichtungen, Berufsverbände und andere Organisationen, die im Bereich der Gesundheitsversorgung tätig sind, müssen ihren Pflichten in Bezug auf Leitung, Kontrolle und Aufsicht sowie der wirksamen Einrichtung von Programmen zur Einhaltung von Vorschriften und zur Risikoprävention besondere Aufmerksamkeit widmen.

Die neue regulatorische Realität macht Konzepte wie Einhaltung gesetzlicher Vorschriften, Corporate Governance, Rückverfolgbarkeit von Dokumenten, interne Protokolle, kontinuierliche Weiterbildung und Überwachungsmechanismen zu besonders wichtigen Elementen für das Rechtsmanagement von Gesundheitseinrichtungen.

Im Rahmen des Vortrags wurden zudem verschiedene Bereiche strafrechtlicher Risiken im Zusammenhang mit der Ausübung des Arztberufs analysiert, darunter fahrlässige Angriffe auf das Leben, durch Unachtsamkeit oder Fahrlässigkeit verursachte Körperverletzungen, Unterlassung der Hilfeleistung und Verletzung der Hilfepflicht, biomedizinische Experimente, die Einwilligung, der Schutz personenbezogener Gesundheitsdaten, genetische Untersuchungen, die assistierte Reproduktion und ärztliche Bescheinigungen.

Vorbeugen bedeutet auch, den Patienten zu schützen

Eine der wichtigsten Botschaften der Konferenz war, dass rechtliche Prävention nicht ausschließlich als Abwehrmechanismus gegen eine mögliche Klage verstanden werden sollte.

Eine angemessene Präventionspolitik trägt gleichermaßen zur Patientensicherheit, zum Schutz des Gesundheitspersonals und zur institutionellen Stärkung von Kliniken und medizinischen Gesellschaften bei.

Aktualisierte Protokolle, die Einwilligung nach Aufklärung, die ordnungsgemäße Erstellung der Krankengeschichte, die Dokumentation medizinischer Entscheidungen, Überwachungssysteme und wirksame Programme zur Einhaltung von Vorschriften können zu wesentlichen Instrumenten werden, um Risiken zu verringern und die Versorgungsqualität zu stärken.

Die Krankenakte gewinnt in diesem Zusammenhang besondere Bedeutung. Die Erstuntersuchung, die Aufklärung über Risiken, die Behandlungsalternativen, die Befunde, die getroffenen Entscheidungen, Komplikationen, Konsultationen, die Nachsorge und die Anweisungen an den Patienten sind Teil einer Nachverfolgbarkeit, die sowohl den Patienten als auch den medizinischen Fachkräften Schutz bietet.

Medizin, Recht und institutionelle Verantwortung

Die Teilnahme von Johann Newton López & Asociados am XXI. Internationalen SODOHO-Kongress ist Teil einer Vision der Rechtspraxis, die darauf abzielt, neue Herausforderungen zu antizipieren, die sich aus dem Zusammenspiel von Recht, Medizin, Technologie und der unternehmerischen Organisation von Gesundheitsdienstleistungen ergeben.

Der neue strafrechtliche Rahmen bringt Herausforderungen mit sich, die mehr erfordern, als nur zu reagieren, wenn ein Konflikt entsteht. Er erfordert Prävention, Aufklärung und den Aufbau institutioneller Strukturen, die in der Lage sind, Risiken zu erkennen und angemessen damit umzugehen.

Die Kanzlei wird sich weiterhin für den Dialog zwischen Fachleuten aus den Bereichen Recht und Gesundheitswesen einsetzen, in der Überzeugung, dass die rechtliche Verantwortung zu einem unverzichtbaren Gleichgewicht beitragen muss: den Patienten vor ungerechtfertigtem Schaden zu schützen und gleichzeitig die Kriminalisierung medizinischer Handlungen zu vermeiden, die ehrlich, sorgfältig und nach den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen durchgeführt werden.

Denn letztendlich kann eine rechtlich sicherere Medizin auch eine humanere, transparentere und gerechtere Medizin sein.

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